SCHADSTOFFE & ALLERGENE

In den meisten Fällen treten Innenraumbelastungen durch das Gebäude selbst auf. Sich krank fühlen, ständig müde und gereizt sein, wer denkt da nicht zuerst an Stress, eine psychische Belastung oder an eine Erkrankung?

Doch nicht immer liegt darin die einzige Erklärung. Der Grund für diese Symptome kann auch eine Schadstoffbelastung sein, die aus den eigenen vier Wänden stammt. Wenn der Anblick des frisch verlegten Bodenbelags von tränenden Augen getrübt ist, ein hartnäckiger Geruch zurückbleibt oder bei Schimmelpilzflecken an den Wänden die Atemwege leiden, tauchen viele Fragen auf.

Nach unserer Probenahme und der Analyse durch ein spezialisiertes Labor, bewerten wir die Schadstoffbelastung und zeigen Ihnen Lösungsvorschläge auf. Wir erstellen  Sanierungspläne und Ausschreibungstexte, damit Sie das richtige Unternehmen zu Ihrer Sanierung finden. 

Schadstoffe in Innenräumen sind in folgende Gruppen eingeteilt:

  • Leichtflüchtige Schadstoffe, wie z.B. Lösemittel, Formaldehyd, Vinylchrorid …
  • Schwerflüchtige Schadstoffe aus Holzschutzmitteln wie Lindan, Pestizide, Weichmacher 
  • Mikrobielle flüchtige organische Verbindungen, Schimmelpilze, Hefepilze und Bakterien
  • Partikelgebundene organische Komponenten, Fasern wie Asbest und Mineralfasern
  • Schwermetalle wie Arsen, Blei, Quecksilber
  • Schadgase

Zu dem Krankheitsbild, Sick-Building-Syndrom (krankmachende Gebäudeeinflüsse), mehren sich immer mehr die MCS-Erkrankungen (allgemeine Chemikalienunverträglichkeit).

Viele Schadstoffe führen nicht sofort zu gesundheitlichen Schäden, sondern erst auf Dauer zu einer langsamen Selbstvergiftung.

Einige der oben aufgelisteten Schadstoffe findet man in Produkten wie;
Holzschutzfarben, Parkettklebern, PVC-Belägen, Tabakrauch, Montageschäume, Vinyl, Teerölprodukte, Holzverkleidungen (alt), Insektensprays, Reinigungsmitteln, Holzwerkstoffen (Spanplatte, OSB-Platte…) und alten Bodenbelägen im Allgemeinen.

Allergene

Der Begriff Allergene bezeichnet Substanzen, die bei Patienten mit einer Fehlregulation des Immunsystems eine allergische Erkrankung auslösen können. Dabei handelt es sich häufig um für gesunde Menschen harmlose Substanzen unserer natürlichen Umgebung wie z.B. Pollen von Blütenpflanzen, Sporen von Schimmelpilzen, Haare/Schuppen von Haustieren oder Milch und Getreide bzw. deren Produkte. Die eigentlich Allergie auslösenden Bestandteile dieser potenziellen Allergenträger sind bestimmte Moleküle (Proteine, Kohlehydrate), die Haut und Schleimhäute durchdringen können und das Immunsystem aktivieren. 

Wir führen Raumluftproben durch nach der ELISA-Methode zum Nachweis von

  • Hausstaub(-milben)
  • Schimmelpilzsporen
  • Tierhaar/-schuppen

Aeroallergene (Luft getragene Allergene):
• Pflanzlicher Ursprung z.B.: Pollen, Getreidestaub, Mehle, Stoffe/Fasern, Schimmelpilzsporen, Naturgummilatex, u.s.w.
• Tierischer Ursprung z.B.: Haare/-schuppen und Urin von Säugetieren, Federn, Hausstaub(-milben), u.s.w.
• Vorwiegend berufliches Umfeld (mikrobiell/Chemikalien) z.B.: Enzyme, Isocyanate, Formaldehyd, Azofarbstoffe u.s.w.

Wir führen den Allergennachweis in Staub, Material und Luft.
Quantitativer Nachweis löslicher Allergene in Extrakten aus unterschiedlichen Proben mittels ELISA (Enzyme Linked Immuno-Sorbent Assay).
Nachweis verschiedener Allergene (z.B. Milben: Der p 1, Der f 1, Katze: Fel d 1, Hund: Can f 1 etc.) in verschiedenen spezifischen ELISA-Tests
Die ELISA-Methode ermöglicht eine quantitative Bestimmung löslicher Allergene. Sie basiert auf der Erkennung und Bindung zwischen Allergen und Antikörper. Sie zeichnet sich durch eine hohe Spezifität und Sensitivität aus und ist innerhalb von maximal 3 Tagen durchführbar.

Unsere Allergennachweise erarbeiten wir in Zusammenarbeit mit:

BMA-Labor GbR

Biologisches Mess- und Analyselabor in Bochum

Technologiezentrum Ruhr Universitätsstr. 142 

Dr. rer. nat. Ute Stephan (Geschäftsführerin)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Analyse & Beratung

Einstufung von Formaldehyd:

Einsatz als Klebstoffbestandteil in Holzwerkstoffen wie Spanplatten, OSB-Platten etc. Diese Platten sind in Emissionsklassen eingeteilt (E1-E3). Für die Einstufung in E1 darf die Formaldehydkonzentration in einer Prüfkammer, unter genau festgelegten Bedingungen, 0,1 ppm nicht überschreiten

Nach der EU-Verordnung 605/2014 wird Formaldehyd als krebserregend Kategorie 1B und mutagen Kategorie 2 eingestuft.

Der Ausschuss für Innenraumrichtwerte (AIR) hat in 2016 einen Richtwert von 0,1mg/m³ Innenraumluft abgeleitet. Dieser Wert sollte auch nicht länger als eine halbe Stunde überschritten werden.

Der Arbeitsplatzgrenzwert (MAK-Wert) im Bereich des Arbeitsschutzes liegt bei 0,3 ppm, dies entspricht 0,37 mg/m³ Innenraumluft.